BG8-231 Otfried Preußler: Krabat

Dem 14-jährigen Krabat erscheinen in einer Winternacht elf Raben in seinen Träumen. Er kann ihrem Ruf nicht widerstehen und macht sich auf den Weg zur gefürchteten Mühle am Koselbruch. Dort angekommen verspricht ihm der unheimliche Müllermeister ein leichtes und schönes Leben – zu einem hohen Preis. Doch wie kann die Verstrickung mit dem Bösen beendet werden, wie der Meister besiegt werden? Nur bedingungslose Liebe kann ihn befreien. Die auf einer alten Sage beruhende Geschichte ist die Erzählung vom magischen Spiel um die Freiheit des Menschen, um Gerechtigkeit und Liebe. Otfried Preußler versuchte die schwule Geschichte um Männerbündelei und Krabats romantische Gefühle für den Altgesellen Tonda durch die Einführung eines Mädchens, der namenlosen Kantorka in ein heteronormatives Schema zu pressen. »Kantorkaisierung« ist darum ein stehender Begriff in der Buchhandlung Löwenherz für diesen ebenso häufigen wie immer wieder vergeblichen Versuch geworden, Geschichten ihre (offenkundige) schwule Dimension zu nehmen.

Otfried Preußler: Krabat
D 2021, 272 S., geb.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert