BG8-284 Tash Aw: Der Süden

Malaysia, Ende der 1990er Jahre: Der 16-jährige Jay fährt mit seiner Familie in den Süden des Landes. Kürzlich ist der Großvater verstorben und hat ihnen Haus und Land hinterlassen. Einst eine blühende Farm, scheint der fortschreitende Verfall kaum noch aufzuhalten. Die Bäume sind krank, die Felder nach monatelanger Dürre vertrocknet. Dennoch soll Jay – auf Geheiß seines Vaters – zusammen mit Chuan, dem Sohn des Farmvorstehers, das Land bestellen. Oder das, was davon noch übrig ist. In der erstickenden Hitze auf den Feldern und in den Straßen der Stadt fühlt sich Jay immer mehr zu Chuan hingezogen. Doch das Erbe der Farm und die zunehmende Machtlosigkeit gegenüber der Natur und der Welt lasten schwer auf der Familie. Wird Jay überhaupt Gelegenheit haben, Chuan seine Gefühle zu zeigen?
So intim wie weitsichtig erzählt Tash Aw in »Der Süden« von einer jungen schwulen Liebe, von Erbschaft und Familie und von dem existenziellen Hadern mit einer sich verändernden Welt.

Tash Aw: Der Süden
Dt. v. Pociao / Roberto de Hollanda. D 2026, 288 S., geb.

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